Petra Wintersteller arbeitet seit über 30 Jahren als Schauspielerin und seit mehr als 20 Jahren als Regisseurin und Theaterautorin. Als festes Ensemblemitglied am Staatstheater am Gärtnerplatz prägte sie über viele Jahre das Münchner Theaterleben und gastierte mit zahlreichen Produktionen deutschlandweit. Heute gehört sie zu den Hausregisseurinnen des Blutenburg Theaters München. Von 2021 bis 2024 war sie Künstlerische Leiterin des Schlosstheaters Thurnau. Als Autorin hat Petra Wintersteller bislang 23 Theaterstücke verfasst, die erfolgreich auf deutschen und österreichischen Bühnen gespielt werden. Ihre Werke „Am Ende beginnt“ und „Kleine Schritte“ wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Heidelberger Kulturpreis. 2025 stellte sie zudem ihren Roman „unbeschreiblich weiblich“ fertig und erweitert damit ihr künstlerisches Schaffen erstmals um ein Prosawerk. Ihr künstlerisches Arbeiten verbindet darstellerische Präzision, eine klare Regiehandschrift und eine große Nähe zu gesellschaftlich relevanten Themen.
Seit 2025 ist Petra Wintersteller als Regisseurin des Abendstücks Teil des Teams der Festspiele Wangen.
Die Regisseurin über das Stück:
„Venedig im Schnee hat mich sofort begeistert – weil es mit einem kleinen Missverständnis beginnt und daraus ein herrlich großes Chaos entstehen lässt. Ich liebe Stücke, die zeigen, wie schnell wir uns in unseren eigenen Vorstellungen verheddern – und dabei fest davon überzeugt sind, völlig im Recht zu sein. Mich reizt besonders, wie fein der Humor hier gestrickt ist: Ein Blick, eine Pause, ein falsch verstandenes Wort – und schon nimmt der Abend eine unerwartete Wendung. Darin liegt Charme der Komödie. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem Ensemble diese erstaunlich menschlichen Momente zu entdecken. Denn vielleicht erkennen wir uns alle ein kleines bisschen wieder – hoffentlich mit genug Humor, um darüber zu lachen.“
Er war schon Leiter des Jungen Staatstheaters Wiesbadens und Regisseur am dortigen Staatstheater, hat auch an den Theatern in Heilbronn und Bielefeld gearbeitet und eine Produktion bei den Salzburger Festspielen geleitet. Derzeit ist er stellv. Intendant und Hausregisseur des Rheinischen Landestheater Neuss. Mehrere seiner Inszenierungen haben schon renommierte Theaterpreise gewonnen, zuletzt gab’s den Preis für die beste Inszenierung mit dem Stück „Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute“ beim KUSS-Festival, der Jugendtheaterwoche in Marburg. Dass der erfahrene, 44-jährige Theatermann jetzt in Wangen beim Familienstück „Die Bremer Stadtmusikanten“ Regie führt, gilt als großes Glück.
Der Regisseur über das Stück:
„Ich bin überzeugt, dass Löhles Bremer Stadtmusikanten perfekt zu den Festspielen Wangen passen, weil sie ein bekanntes Märchen in eine lebendige, heutige Geschichte verwandeln. Das Stück macht Mut, verbindet Generationen und verspricht einen ebenso unterhaltsamen wie berührenden Theaterbesuch. Ich mag die Bremer Stadtmusikanten sehr, da das Stück mit Witz und Herz von Mut, Gemeinschaft und Aufbruch erzählt. Diese Geschichte erreicht Kinder ebenso wie Erwachsene und entfaltet gerade unter freiem Himmel eine besondere Kraft – also perfekt für Wangen.“
Isabell Ziegler 1974 geboren in Pforzheim, gelernte Goldschmiedemeisterin. Lebt seit 2001 in Düsseldorf und studierte Design mit Schwerpunkt Raum und Objekt an der Hochschule Düsseldorf (Diplom 2008). Als feste Bühnenbildassistentin 2009 -2011 am Düsseldorfer Schauspielhaus. Seit 2011 freischaffende Bühnen- und Kostümbildnerin ihre Theaterarbeiten waren unter anderem an den Wuppertaler Bühnen, Schauspielhaus Bonn, der Tonhalle Düsseldorf, Zeche Zollverein Essen und Düsseldorfer Schauspielhaus zu sehen. Im internationalen Kontext realisierte sie die Ausstattung für House of Talents (Kampala, Uganda) und Associação Cultural Warethwa (Maputo, Mosambik). Ihre freien Arbeiten waren im Rahmen des “Spielartenfestival“ (Duisburg 2016), und des zeitgenössischen Tanztheaterfestival “Kinani“ (Maputo, Mosambik 2017) zu sehen. Darüber hinaus realisierte Isabell Ziegler dreidimensionale Installation im urbanen Raum wie etwa “Die Woge” (WA | WA Festival 2021, Düsseldorf) und gestaltet Setting für Dokumentarfilme (Amadeus im Kopf 2020). Für die Festspiele Wangen entwirft Sie das Bühnenbild.
Diana Leist-Keller, geboren 1966 in Freiburg und aufgewachsen in Wangen im Allgäu, ist eine erfahrene Kostümbildnerin und Modedesignerin. Nach einer Ausbildung zur Industriekauffrau zog sie 1989 nach Kalifornien, wo sie Modedesign in Los Angeles und Kostümbild studierte, welches sie 1994 mit Diplom abschloss. Anschließend sammelte sie wertvolle Erfahrungen an Theatern und Music Companies in Los Angeles und San Francisco bis nach Lake Tahoe.
Seit ihrer Rückkehr nach Deutschland im Jahr 2008 entwirft und fertigt Leist-Keller Kostüme für renommierte Theater- und Opernbühnen. Sie zeichnete unter anderem für die Kostüme von „Die Zauberflöte“, „Hippolyte et Aricie“, „Die lustige Witwe“, „Der Liebestrank“,„La Traviata“… verantwortlich. 2015 entwarf sie die Kostüme für das Historienspiel „Die Hammerwende 1389“ zum Wangener Stadtjubiläum. Von 2013 bis 2016 konzipierte und produzierte sie die Kostüme für die Festspiele Wangen.
Mit ihrem kreativen Gespür und handwerklichem Können schafft Leist-Keller detailreiche und ausdrucksstarke Kostüme – oft mit einer Prise Humor. Neben ihrer Arbeit als Kostümbildnerin kreiert sie auch Schmuckkollektionen und lebt ihre Leidenschaft für kreatives Design in ihrem Atelier in Wangen aus.