Johanna Reinders


Johanna Reinders spielt das Lämmchen im Abendstück


Portrait Johanna Reinders

Wer aus Köln stammt, wie die 29-jährige Johanna Reinders, der muss sich natürlich die Frage gefallen lassen, zu welcher Fraktion er bzw. sie gehört: Karneval oder kein Karneval? „Ich liebe Karneval“, sagt sie und strahlt. „Ich habe mich immer liebend gern für den Straßenkarneval verkleidet. Gut möglich, dass mein Berufswunsch auch damit zu tun hat.“
Die Liebe zur Schauspielerei wurde ganz früh geweckt. Mit acht Jahren wurde im Hort Romeo und Julia inszeniert. Und nein, sie war nicht Julia, sondern Romeo. „Julia und ich sind gestorben und dann gab es ein riesiges Gelächter“, erinnert sie sich. „Seitdem habe ich immer gespielt, aber auch andere Projekte gemacht.“ Eine Lehrerin erkannte aber früh, dass in ihrer Schülerin neben der Schauspielerei noch andere Potenziale schlummerten und ließ sie auch Anderes ausprobieren. Kostümbildnerei hat die junge Frau gereizt. Aber wie es so geht, als eine Schauspielerin in einem Stück ausfiel, stand sie doch wieder ruckzuck auf der Bühne, weil sie die Rolle konnte.
Nach dem Abitur und Erfahrungen im Theaterpädagogischen Zentrum in Köln und am Schauspielhaus Düsseldorf begann sie 2014 mit dem Studium in der Hansestadt Rostock. Ihre Diplomarbeit beschäftigte sich mit der Inszenierung eines eigenen Kindertheaterstücks, das sie später in Leverkusen umsetzen konnte. „Da habe ich alles gemacht – nur nicht gespielt“, erinnert sie sich. Weitere Projekte folgten. Zum Beispiel jenes im vergangenen Sommer, als sie mit Kolleginnen und Kollegen die Telefonzelle auf dem Ebertplatz aufstellte. Dort konnten sich Passanten eingespielte Texte anhören. Thema war das städtische Leben.
Derzeit hat sie das Stadtleben mit einer Unterkunft in Niederwangen eingetauscht und genießt außerhalb der Proben für die Festspiele im Zunftwinkel das eher ländliche Leben. Auf der Bühne steht sie als Lämmchen in „Kleiner Mann, was nun?“ und als intrigante Marie in „Des Kaisers neue Kleider“. Das Abendstück hat es ihr besonders angetan. „Es ist cool, so ein Stück zu spielen, das so viele aktuelle Bezüge hat, obwohl es eine Zeit beschreibt, die rund 100 Jahre zurückliegt“, sagt sie. Und es sei klasse, dass die Frauen allesamt starke Figuren sind. So wie auch das Lämmchen. „Es ist einerseits ein naives Mädchen, andererseits aber hat sie unglaubliche Kraft.“

Für den kleinen Hunger und für den Durst werden Getränke und kleine Stärkungen von dem Catering-Team angeboten.



Karten Abendstück

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Plakat: Kleiner Mann was nun? nach Hans Fallada
Karten Familienstück

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Plakat: Des Kaisers neue Kleider





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