Mitgliederversammlung 2018


Festspiele blicken auf zwei schöne Sommerzeiten Mitgliederversammlung bestätigt den Vorstand – Peter Raffalt möchte weitermachen

Die Mitgliederversammlung der Festspiele Wangen hat auf zwei sehr erfolgreiche Jahre zurückgeblickt. Die Vorstandschaft mit Manfred Wolfrum, Christoph Morlok, Dorothee Schulz- Nowitzki (Schriftführerin)und Brigitte Dorn wurde einstimmig wiedergewählt. Nachdem Hartmut Seyboldt kandidierte nicht mehr als Kassier. Für ihn rückt der ebenfalls einstimmig gewählte Kurt Mennig nach. Beratende Besitzerin bleibt Amelie Rapp. Die Versammlung beschloss eine Satzungsänderung, nach der der Vorstand künftig nicht mehr jährlich, sondern nur noch alle zwei Jahre gewählt werden muss.
Der Verein hatte sich entschieden, die Sitzung vom Frühjahr auf den Herbst zu verlegen, um an den Festspielen zeitlich noch näher dran zu sein. Und so lenkte Vorsitzender Manfred Wolfrum den Blick zunächst auf die Saison 2018. Auch im achten Jahr habe es ein „super Presse-Echo“ gegeben. Dass die Auslastung bei gut 90 Prozent und nicht noch höher lag, begründete er mit der großen Hitze, derentwegen nachmittags manchmal Plätze freigeblieben seien. „Die Festspiele Wangen kommen in einen Grenzbereich“, sagte er mit Blick auf den Festspielort.
Finanziell zeigte sich Wolfrum sehr zufrieden: „2017 war ein gutes Jahr, 2018 ist noch besser“, sagte er. Das Vorjahr habe zwei Neuerungen gebracht: „Wir haben mit Christoph Morlok einen organisatorischen Leiter kreiert, weil es wichtig ist, dass es jemanden vom Verein gibt, auf den das Schauspielerteam immer zugreifen kann“, sagte Wolfrum und dankte ihm für seinen unermüdlichen Einsatz. „Wir haben familiäre Verhältnisse geschaffen“, sagte Wolfrum – auch im Blick auf das Zusammenwirken mit der Stadt Wangen, die die Festspiele stark unterstütze. Dazu gehöre auch, dass auch der Leiter des Bauhofs samstagnachmittags auf der Leiter stehe, wenn es etwas zu tun gebe. Wolfrum dankte auch der anwesenden Landtagsabgeordneten Petra Krebs, die ihren Anteil daran habe, dass auch das Land inzwischen mit einer Förderung von 45 000 Euro für die Festspiele Wangen einstehe. „Das ist für uns auch ein Aushängeschild.“
Die zweite Neuerung, die 2017 angeknüpft wurde ist die Zusammenarbeit mit Überlingen. Das Sommertheater der Bodenseestadt hat bekanntlich dieses Jahr zum ersten Mal die Produktion der Festspiele Wangen übernommen. Die Kooperation habe hervorragend funktioniert. Ob sie fortgesetzt wird, entscheidet sich laut Wolfrum im Herbst. Die Resonanz in Überlingen sei jedenfalls mit einer Auslastung von 75 Prozent (gegenüber 30 Prozent in den Vorjahren) sehr positiv gewesen.
Zweiter Vorsitzender Christoph Morlok blickte auf „zwei intensive, aber sehr schöne Festspielzeiten“ zurück. 2017 hätten neben den Profis 25 Laien und eine Tanzformation gespielt. 2018 seien 41 Laien seien beim Casting gewesen, 29 hätten schließlich in „Aladdin und die Wunderlampe“ mitgemacht. Im Malwettbewerb habe die Jury 53 teils beachtliche Bilder begutachtet.
Eine besondere Herausforderung habe es bedeutet, für die 15 Profis, die rund um die Bühne arbeiteten, eine Unterkunft zu finden. Morlok bat die Versammlung deshalb, Tipps für solche Wohnmöglichkeiten weiterzugeben. Dasselbe gilt nach seinen Worten für die Werkstatt. „Wir konnten dafür in diesem Jahr den ‚Baumgarten‘ nutzen. Er wird uns aber 2019 nicht mehr zur Verfügung stehen“, sagte Morlok. Auch er dankte für die Unterstützung durch die Stadt Wangen und insbesondere durch Oberbürgermeister Michael Lang und Bürgermeister Ulrich Mauch, die noch zur Derniere nach Überlingen mitgefahren seien, um sich vom Profi-Team der Festspiele zu verabschieden.
Der Künstlerische Leiter der Festspiele Wangen 2017 und 2018, Peter Raffalt, bezeichnete die Festspielfamilie in Wangen als ein bestens funktionierendes Räderwerk, weswegen er auch sehr gerne nach Wangen komme. „Man hat sofort das Gefühl, man ist in dieser Stadt willkommen und das ist die Basis für positives Arbeiten“, sagte er. „Es ist an manchem Theater schwieriger als hier.“ Was die Zukunft angeht, sagte er, er würde auch gerne wiederkommen. Am Rande der Sitzung bestätigte Manfred Wolfrum, auch der Vorstand würde sehr gerne wieder mit Raffalt zusammenarbeiten. Es gebe aber noch keine Vereinbarungen, weil man zuerst die Mitgliederversammlung abwarten wollte. Dass Raffalt bereits für die Saison 2019 plant, machte er deutlich. „Ich habe Lust auf deutsche Klassik“, sagte er. Und auch Überlegungen für das Familienstück gibt es. Aber beides ist noch nicht konkret.
Die beiden Kassier Hartmut Seyboldt und Kurt Mennig konnten mit „gesunden Zahlen“ aufwarten. Mennig dankte Sigrid Netzer, die den Abschluss des Vereins immer im Ehrenamt gemacht habe. Sie nahm dann auch die Entlastung der Vorstandschaft vor und leitete die Wahlen.

Der Vorstand der Festspiele Wangen freut sich über schöne Festspielzeiten (von links): Christoph Morlok, Brigitte Dorn, Dorothee Schulz-Nowitzki, Manfred Wolfrum und Kurt Mennig. Foto: Susanne Müller Wangen


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