Ensemble


Selina Ströbele

Selina Sröbele

Volpone: Colomba, eine unterdrückte Gattin, die erst spät merkt, wie sie sich erfolgreich wehren kann
Aladdin: Fatima, die Vertraute der Prinzessin
„Heute Abend: Lola Blau“ die Lola Blau.



Drei Stücke – drei Rollen, Selina Ströbele hat bei den kommenden Festspielen sicher eins der größten Pakete zu schultern. „Ich habe Lola Blau bereits in Wien komplett erarbeitet. Sonst wäre das nicht zu schaffen“, sagt die gebürtige Friedrichshafenerin. Bereits seit Januar hat sie, gemeinsam mit Peter Raffalt, dem künstlerischen Leiter der Festspiele Wangen, die jetzige Textfassung geschrieben, die Lieder erarbeitet und dann geprobt, was schon deshalb gut funktionierte, weil beide in Wien leben. So sind jetzt „nur“ noch die Endproben an Ort und Stelle nötig. „Da kommen aber immer viele Dinge dazu, so dass die Basis gut sitzen muss“, sagt die 30-Jährige.

Im fernen Wien hatte sie über Florian Hackspiel, der 2017 bei den Festspielen Wangen gastierte, vom Wangener Theater im Zunftwinkel erfahren. Das Sommertheater in der Nähe zu ihrer Heimatstadt Markdorf reizte sie sehr, und so meldete sie sich bei Peter Raffalt. Beim Vorsprechen kam die Sprache auf Lola Blau, wobei sich zeigte, dass die Schauspielerin und der Regisseur auf einer Wellenlänge liegen. „Ich wollte Lola Blau seit meinem Diplom einstudieren, aber es war nie die Zeit dafür“, sagt Selina Ströbele. Peter Raffalt hatte das Stück wegen seiner aktuellen Bezüge zur „Me too“-Debatte, den Schicksalen von Flüchtlingen und zum Antisemitismus im Blick gehabt fürs Rahmenprogramm der Festspiele. So war die Vereinbarung schnell getroffen.

Nach elf Jahren in Wien mit erfolgreichem Abschluss der Schauspielschule Krauss, zahlreichen gespielten Hauptrollen in über 30 Produktionen sowie Engagements in ganz Österreich und Tätigkeiten als Sprecherin, Schauspielcoach und Sängerin, hat die Zeit in Wangen für die 30-Jährige einen ganz eigenen Reiz. In ihrer Heimatregion hat sie noch nie gearbeitet. „Vieles fühlt sich ganz vertraut an, der Dialekt, das Essen, die Nähe zum See“, sagt sie. Und es weckt auch ein bisschen Erinnerungen an früher, wenn sie, wie kürzlich zu Hause bei den Eltern, zwei Tage lang Kirschen verarbeitet. „Ich liebe ja meinen Beruf“, sagt sie und strahlt ein großes Lächeln. „Aber wenn man dann auf die Gläser im Kellerregal schaut und sieht, was man gearbeitet hat, dann hat das schon auch etwas.“

 


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