Christian Bartels

Christian Bartels

Er wird den Gestiefelten Kater spielen und in „Viel Lärm um nichts“ den Don Pedro, Prinz von Aragon.

Christian Bartels gehört zu jenen Schauspielern, die in der Festspiel-Wohngemeinschaft in Hergatz eingezogen sind. „Wir sind dort unglaublich herzlich empfangen worden“, erzählt der Schauspieler. Besser hätte der Start in dieser Region, die dem gebürtigen Potsdamer bisher komplett fremd ist, also gar nicht sein können. „Ich freue mich sehr auf die Zeit hier“, sagt er – und das nicht nur wegen der reizvollen Landschaft und der netten Gastgeber. Auch die ersten Proben verliefen gut. Alles spricht also dafür, dass es eine schöne Zeit in Wangen werden kann.

Zu den Festspielen Wangen kam Bartels über die gemeinsame Arbeit mit Peter Raffalt am Opernhaus in Wuppertal im vergangenen Herbst. Der Künstlerische Leiter der Festspiele Wangen führte im „Zauberer von Oz“ Regie, in dem Bartels die Vogelscheuche spielte. Der Bariton arbeitet oft und gern im Musicalfach. Eine vierjährige Ausbildung in klassischem Gesang ist dafür die Basis.
Sein Diplom erwarb er im Jahr 2000 an der Schauspielschule Charlottenburg-Berlin.

Doch neben dem Schauspielberuf hat er noch eine zweite abgeschlossene Ausbildung als Restaurantfachmann, die, wie er findet, nicht nur nützlich, sondern auch beruhigend ist. „Sie bietet mir immer ein zweites, sicheres Standbein“, sagt der 47-Jährige.
Denn in Zeiten von Stellenkürzungen allenthalben im Kulturbetrieb müssten sich Schauspieler von einem Engagement zum nächsten hangeln. In einer ganzen Reihe von Fünf-Sterne-Hotels hat Bartels im Restaurant gearbeitet. Zu seinen Jobs gehörte unter anderem auch ein Platz im Eröffnungsteam des 1. Hard Rock Cafés in Deutschland.
„Neben der Schauspielerei war ich auch Betreiber einer Pizza-Filiale. Als ich dann wieder ganz zum Theater ging, hat mein Azubi die Filiale übernommen“, erzählt Bartels.

Worauf er sich in Wangen freut? Unter anderem auf einen deftigen Schweinebraten mit Knödeln. „Aber man kann mir auch mit Kuchen und Torten eine Freude machen. Die esse ich nämlich auch wahnsinnig gern“, bekennt Bartels. Warum das alles nicht auf den Hüften landet – darüber kann man nur rätseln, doch die Antwort bleibt nicht aus: „Ich gehe gern ins Fitness-Studio.“