Festspiele Wangen

Der Mäusechor steht schon

Kindercasting der Festspiele Wangen verläuft sehr erfolgreich

17 Kinder und Jugendliche haben sich am Freitag beim Casting für die Festspiele Wangen eingefunden und alle werden im Sommer dabei sein, wenn der „gestiefelte Kater“ über die Bühne im Zunftwinkel schleicht. Nach einem kurzen Warm-up hieß es bei einem Reaktionsspiel Aufmerksamkeit beweisen. Weil ein Mäusechor im Familienstück singen soll, stimmten die Kinder mit Schauspielerin Elisabeth Ebner ein paar fröhliche Lieder an. Und nachdem sie eine flotte Sohle hingelegt hatten, freute sich Regisseur Peter Raffalt und kommentierte: „Da müssen sich die Schauspieler anstrengen, dass sie mit euch mitkommen.“ Zwei Mamas ließen sich leicht für kleine Rollen als Bauerinnen gewinnen und zwei alte Bekannte wird das Wangener Theaterpublikum voraussichtlich ebenfalls wieder treffen. Wer jetzt auch noch Lust hat, dabei zu sein, der kann sich unter: info@festspiele-wangen.de per Email melden. Gesucht wird insbesondere noch ein Junge, der einen Breakdance hinlegen könnte.

Festspiele Wangen suchen Kinder und Erwachsene

Die Festspiele Wangen suchen wieder Kinder und sogar eine junge Frau und zwei bis vier Männer für das Familienstück "Der gestiefelte Kater“. Wer also Lust hat, im Sommer im Zunftwinkel unter der Regie von Peter Raffalt auf der Bühne zu stehen, der kann am Freitag, 7. April zum Casting kommen.
Die erste Gruppe, Kinder von acht bis 14 Jahren, bitten die Festspiele Wangen um 15 Uhr in die Häge-Schmiede. Für sie gibt es folgende Rollen: Sie singen im Mäusechor. Beim Casting wird also gesungen, wobei niemand auf Sängerknabenniveau sein muss. Außerdem werden zwei Kinder zwischen acht und zehn Jahren gesucht, die zwei Rebhühner spielen. Sie müssen keinen Text lernen. Gesucht werden außerdem drei bis vier "Halbstarke“ aus dem Volk. Toll wäre es, wenn sich Jugendliche ab 17 Jahren dafür begeistern könnten. Sie bekommen ein bisschen Text und beteiligen sich an einer Rauferei. Eigentlich sind Jungs für diese Rolle prädestiniert, aber ein kampferprobtes Mädchen kann auch gerne dabei sein. Wer Interesse daran hat, kommt um 16.30 Uhr in die Häge-Schmiede.
Als Dienerin wird eine junge Frau zwischen 20 und 30 Jahren gesucht. Sie kommt in zwei Szenen vor und hat auch ein paar Sätze zu sagen. Junge Frauen, die sich dafür interessieren, kommen ab 17.30 Uhr Schließlich sollen zwei bis vier Bauern mitspielen - egal ob weiblich oder männlich, jung oder alt. Gerne können sie auch schon älter sein. Auch sie haben ein paar Sätzchen Text.

Vorstand der Festspiele Wangen neu formiert

Die Festspiele Wangen gehen mit einem neu aufgestellten Vorstand in die Spielzeit 2017. Für Walter Weber, der nicht mehr als zweiter Vorsitzender kandidierte, rückte Christoph Morlok nach. Für Sandra Poggemann, die über Jahre die Kasse verwaltet hatte und nicht mehr antrat, wählte die Mitgliederversammlung Hartmut Seyboldt. Dass den Festspielen Wangen wieder ein arbeitsreicher Sommer bevorstehen wird, darauf wies der Vorsitzende, Manfred Wolfrum hin. Er bat bei dem straffen Programm mit drei Theaterstücken und einem abwechslungsreichen Zusatzprogramm darum, dass möglichst viele Mitglieder bei den vielfältigen Tätigkeiten rund um die Bühne im Zunftwinkel mit anpacken. Auch neue Helfer werden herzlich im Kreis der Festspielleute aufgenommen.

Unser Bild zeigt von links Manfred Wolfrum (1. Vorsitzender), Hartmut Seyboldt (Kasse), Dorothee Schulz-Nowitzki (Schriftführerin), Sandra Poggemann, Christoph Morlok (2. Vorsitzender), Amelie Rapp, Brigitte Dorn (Beisitzer) und Walter Weber. Foto: Festspiele Wangen

Unser Bild zeigt von links Manfred Wolfrum (1. Vorsitzender), Hartmut Seyboldt (Kasse), Dorothee Schulz-Nowitzki (Schriftführerin), Sandra Poggemann, Christoph Morlok (2. Vorsitzender), Amelie Rapp, Brigitte Dorn (Beisitzer) und Walter Weber. Foto: Festspiele Wangen

Festspiele Wangen präsentieren

Viel Lärm um nichts – Der gestiefelte Kater - Der Kontrabass

Die Festspiele Wangen präsentieren 2017 als Abendstück mit William Shakespeares Komödie „Viel Lärm um nichts“ einen Klassiker, als Familienstück zeigen sie eine von Peter Raffalt modernisierte Fassung von „Der gestiefelte Kater“ nach Motiven des bekannten Märchens der Brüder Grimm. Doch damit nicht genug: Als drittes Stück spielt Peter Raffalt selber, das Studiostück „Der Kontrabass“ von Patrick Süskind. Schließlich werden die Montage in der Festspielzeit der Literatur an wechselnden Orten in der Stadt gewidmet sein. Lesungen stehen dabei auf dem Programm, wobei der Künstlerische Leiter noch offenlässt, welcher Art der Ohrenschmaus im Detail sein wird – mit einer Ausnahme: „Es wird einen Abend mit Balladen geben - eine Gattung, die bei jungen Menschen schon fast verloren geht.“ Diese literarischen Schätze will er also wieder heben und ins Licht rücken. Das weitere Zusatzprogramm orientiert sich am Schauspielteam, das er derzeit noch zusammenstellt. mehr...

Gruppenbild nach der Pressekonferenz mit: Oberbürgermeister Michael Lang, Sandra Poggemann, Walter Weber, Dorothee Schulz-Nowitzki, Peter Raffalt (Künstlerischer Leiter -Regie), Elke Gattinger (Kostüme), Dominique Wiesbauer (Bühnenbild), Brigitte Dorn, Manfred Wolfrum, Hubert Schneider und Christoph Morlok

Oberbürgermeister Michael Lang, Sandra Poggemann, Walter Weber, Dorothee Schulz-Nowitzki, Peter Raffalt (Künstlerischer Leiter -Regie), Elke Gattinger (Kostüme), Dominique Wiesbauer (Bühnenbild), Brigitte Dorn, Manfred Wolfrum, Hubert Schneider und Christoph Morlok freuen sich auf die Festspielsaison 2017.

Die Festspiele Wangen starten in die neue Spielsaison mit Peter Raffalt

Peter Raffalt heißt der künstlerische Leiter und Regisseur der Festspiele Wangen in der Saison 2017. Portrait Peter Raffalt
Raffalt stammt aus Villach, hat seinen Beruf an der Schauspielschule in Stuttgart studiert und hat zuletzt am Wiener Burgtheater „Die Junge Burg“ aufgebaut.
Die Festspiele Wangen hatten die Position des künstlerischen Leiters samt der Regie von Abend- und Familienstück neu ausgeschrieben. Nach zwei erfolgreichen Produktionen mit Tobias Materna wollte der Vorstand den Festspielen Wangen noch einmal eine neue Handschrift zu verleihen.

Der Regisseur, Schauspieler und Autor Peter Raffalt betritt mit den Festspielen Wangen Neuland für sich. „Es reizt mich, bei dieser Aufgabe die künstlerische Leitung zu übernehmen und zu sehen, wie in so einer vergleichsweise kleinen Stadt Kultur auf die Beine gestellt werden kann“, sagt Raffalt. Möglich, dass er sich, wenn er im Juni in Wangen mit der Arbeit beginnt, an „eine seiner schönsten Zeiten im Leben“ erinnert. Nach der Handelsschule und zwei Wanderjahren im Ausland arbeitete er als junger Mann zu Hause in Kärnten auf einem alten biologisch-dynamischen Bauernhof, betreute dort Jugendliche mit Behinderung und genoss in der Nähe der Stadt das Landleben.
Dabei fand er auch seine Berufung: Ein Freund hatte in ihm die Lust am Theater geweckt, und er probierte sich in seiner Freizeit im Laientheater in Villach aus – mit dem Ergebnis, dass er das Hobby zum Beruf machen wollte.
Seine Karriere baute der erfolgreiche Schauspieler und Regisseur an bekannten Häusern auf: In Stuttgart schaffte er nach dem Studium den Einstieg und unterrichtete unter anderem an der Schauspielschule. Privat war diese Zeit prägend, weil er seine Frau kennenlernte und Vater zweier Kinder wurde. Nach zwölf Jahren wechselte Peter Raffalt ans Stadttheater Trier, dann nach Bochum ans Schauspielhaus. Neben seiner Arbeit am Theater befasste er sich in einem Fernkurs mit dem literarischen Schreiben. Er verfasste Dramen, Kurzprosa und Kinderliteratur. Ein bezauberndes Beispiel dafür findet sich auf seiner Homepage peterraffalt.com mit der Leseprobe der „Geschichte vom hölzernen Mann“.
„Ich bin dann auch relativ spät ins Filmen eingestiegen, eigentlich erst, als die Kinder schon halbwegs groß waren“, erzählt er. Die Zeit in Bochum beschreibt Raffalt als äußerst vielseitig. Er drehte, er schrieb, er spielte Theater und er inszenierte selber. Nach einer weiteren Station am Schauspielhaus Zürich – wo er unter anderem 30 Hörbücher für die Schweizerische Blindenbibliothek aufnahm- ging er nach Wien ans legendäre Burgtheater. Drei seiner Produktionen, die er in der von ihm gegründeten Reihe „Die Junge Burg“ inszenierte, zeichnete das ORF auf ein Kompliment an seine Arbeit.

Inzwischen geht Peter Raffalt wieder neue Wege. Neben dem Tagesgeschäft studiert er wieder, dieses Mal Coaching und Personalentwicklung. Der Grund: Er habe gesehen, dass am Theater vieles über Macht und Hierarchie laufe, mit dem Ergebnis, dass es an der Kommunikation und im Umgang hapere. Daran soll sich – zumindest wenn er verantwortlich ist – etwas zum Besseren ändern. Welche Stücke bei den Festspielen im Zunftwinkel letztlich auf die Bühne kommen, werden Peter Raffalt und der Festspielvorstand in den kommenden Wochen entscheiden.